Wer darf prüfen?


    Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 dürfen nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden.

    In §2 Betriebssicherheitsverordung (BetrSichV) ist festgelegt das nur "befähigte Personen"  Prüfungen durchführen dürfen, in der DGUV Vorschrift 3 wird auf die TRBS 1203 verwiesen welche festlegt, das eine abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung oder ein entsprechendes Studium, eine mindestens einjährige Berufserfahrung, zeitnahe berufliche Tätigkeit (zur Ausbildung) im Bereich der Prüftechnik sowie eine regelmäßige Aktualisierung der Elektrotechnischen Kenntnisse durch Teilnahme an fachspezifischen Schulungen,

    vorhanden sein muss.


    Wichtig ist, dass die "befähigte Person" mit der Prüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln vertraut ist und die entsprechenden Kenntnisse zu den Normen und Vorschriften besitzt und somit die Prüfung nach dem Stand der Technik durchführen kann.


    Bei der Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel kann die Elektrofachkraft durch elektrisch unterwiesene Person (EuP) unterstütz werden, allerdings nur bei der Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte sowie unter Aufsicht einer Elektrofachkraft!

     

              


    Dokumentation


    Nach §14 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Arbeitgeber die Pflicht, dass die Ergebnisse der Prüfungen ordnungsgemäß dokumentiert werden. Mit rechtssicherem Prüfprotokoll kann im Schadensfall nachgewiesen werden, dass das elektrische Betriebsmittel / Anlage vorschriftsmäßig geprüft wurde. 


    ACHTUNG! nicht jedes Prüfprotokoll ist rechtssicher!


    Durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die Technische Regel für Betriebssicherheit (TRBS 1201) und die Berufsgenossenschaftliche Informationen (BGI 5090) ist definiert und spezifiziert welche Angaben das jeweilige Prüfprotokoll enthalten muss. Der Prüfbericht sollte mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden, da bei Kontrollen diese vorzuweisen sind.


    Ein Prüfsiegel alleine ist NICHT ausreichend!


    Gefährdungsbeurteilung


    Nach §5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für sein Unternehmen zu erstellen. Es muss ermittelt werden, welche Gefahren seine Beschäftigten im Rahmen ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind,

    diese bewerten und notwendige Maßnahmen treffen.


    Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist das Feststellen und festlegen notwendiger Maßnahmen um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.


    Da der Umgang mit elektrischen Betriebsmitteln und Anlagen stets eine Gefahren für Gesundheit und Leben von Mitarbeitern  birgt, können defekte Elektrogeräte, beispielweise zu erheblichen Verletzungen führen, deswegen ist zur Vermeidung eine Gefährdungsbeurteilung unerlässlich.

    Warum muss geprüft werden?


    Jeder Unternehmer ist nach §3 (1) Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gesetzlich verpflichtet, in festgelegten regelmäßigen Abständen, seine elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihre Sicherheit prüfen zu lassen. Das Arbeitsschutzgesetz wird durch Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) und die DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) präzisiert und ergänzt.


    Ziel dieser gesetzlichen Regelung ist der Personen- und Sachschutz, denn kommt es infolge einer elektrischen Anlage oder eines elektrischen Betriebsmittels zu einem Schaden (sehr häufig sind dies Brände) so verlangen  die Versicherungen im Normalfall den Nachweis, dass die Anlagen / Betriebsmittel regelmäßig und ordnungsmäßig geprüft wurden. Ist es nicht möglich diesen Nachweis zu erbringen, können die Konsequenzen gravierend sein.


    Deswegen ist eine ordnungsmäßige und rechtssichere Dokumentation der Prüfungen unentbehrlich.